Die Entwicklung des Reclam-Umschlags

In der von Zeit von 1867 bis 1917 bestand das Reclam aus einem holzartigem Papier, die Seiten wurden durch leichte Falzungen und Leim mit dem Umschlag, halb lose verbunden. Der Umschlag war blassrot gefärbt und mit einem Geränke von Blättchen, Knöspchen und einem Spruchband verziert.
1917 bis 1936 bekam der Umschlag einen blockhaften Rahmen, welcher aus einer einfachen linearen Umrahmung auf Vorder- und Rückseite bestand. Der Titel wurde in dieser Zeit in der halbfettenEhmcke-Schwabacher gesetzt. Hinzu kam eine negativ im dunklen Kreis stehende Verlagsmarke.
1936 bis 1947 entfiel die Umrahmung auf dem Umschlag, Sie wurde durch eine Titelvignette und einer einzig fetten Linie ersetzt. Der Titel wurde nun an in einer Art gotischen Schmucktype in rot und schwarz auf den Bändchen platziert.
1947 bis 1957 wurde die Aufteilung der Einbände samt Vignette beibehalten. Der Titel wurde in Versalien in einer Antiqua gesetzt, der Autorenname wurde nun in orangerot platziert.
1957 bis 1969 wurden die Titel, aufgrund der Zunahme der Titelzahl, nicht mehr individuell gezeichnet. Auf die Vignette wird von nun an verzichtet, jedoch entspricht die neue, fette Fußlinie wiederderjenigen aus der Zeit von 1936 bis 1947.
1969 bis 1988 erschienen erstmals die Umschläge in Signalfarben: Gelb, Orange, Grün, Blau und Rot (Magenta ab 2009). Titel, Autor und Verlagsname sind nun rechtsbündig, mit zwei feinen durchgezogenen Linien, auf dem Umschlag angeordnet und in der Stempel Garamond gesetzt.
1988 bis 2012 entfielen die durchgezogenen Linien. Diese wurden durch einen kurzen, angeschnittenen Balken, welcher den Verlagsnamen trägt, ersetzt. Bei der Einbandschrift kommtnach wie vor die Stempel Garamond zum Einsatz.
2012 wurden alle Farben der Universal-Bibliothek aufgefrischt. Titel und Autorenname stehen linksbündig auf einer weißen Farbfläche und sind nun in der DTL Documenta gesetzt. Die Fläche wird durch einen schwarzen Balken begrenzt unter dem ebenfalls linksbündig der Verlagsname platziert ist. Auf Abbildungen wird weitgehend verzichtet; wenn sie dennoch gewünscht sind, werden sie in die weiße Farbfläche integriert.

Reclamös oder eher Recladesaströs?

Wir haben Leuten das alte und das neue Raclam Design gezeigt und ihre Mimik dabei festgehalten.

»Okay«
Hanke über das neue Reclam-Design
Das ist der Tag von dem ihr noch euren Enkelkindern erzählen werdet.
Typographieprojekt von Gregor Weichbrodt und Grischa Stanjek

 

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